1gutesleben muddiblabla No more Hoffnungslosigkeit Drei Schritte aus der Ohnmacht gemacht Letztes Jahr wurde mir einfach alles zu viel. Privat, beruflich, gesamtpolitisch fühlte ich mich hilflos gebeutelt von Umständen, an denen ich nur sehr bedingt etwas verändern konnte. Ich hörte viel Taylor Swift, klar, aber auch das half nicht mehr. Nachdem ich ein halbes Jahr ohnmächtig vor mich hingeschmollt hatte, entschied ich, doch noch nicht kampflos aufzugeben. Ich trat in eine Gewerkschaft ein und ließ meinen Sohn wiederum schmollend zurück, um einen Abend im Monat mit den „Grünen Mädels“ zu verbringen. Vor allem entschied ich, mir nicht länger selbst das Narrativ der Ausweglosigkeit zu erzählen, sondern zu sehen, was möglich und ermächtigend ist. Letztes Jahr wurde mir einfach alles zu viel. Privat, beruflich, gesamtpolitisch fühlte ich mich hilflos Umständen ...
1gutesleben muddiblabla Das muss Liebe sein Auch dieser stinkende Teppich wird gebrauchte Ware für mich nicht ruinieren Mein Kind will ein Spielzimmer, also brauchen wir einen großen Teppich, um meinen Parkettboden vor Lego und Holzeisenbahn zu schützen. Ich finde ihn dort, wo ich alles finde: bei Kleinanzeigen. Einen Fleckerlteppich in fliedergrauem, laut Anzeige schwer in Worte zu fassendem Farbton. Er hat nicht die perfekten Maße, trotzdem schreibe ich der Besitzerin und fahre eine halbe Stunde mit dem Stadtflitzer in die Pampa, um ihn abzuholen. Wird er halten, was ich mir von ihm versprach? Mein Kind will ein Spielzimmer, also muss ein großer Teppich her, um meinen Parkettboden vor Lego und Holzeisenbahn zu ...
1gutesleben Besser als Heroin Meine Droge des Jahres ist Kollektive Begeisterung Ich würde mich, was Drogen im Allgemeinen angeht, nicht als besonders offen bezeichnen. 2013 hatte ich eine länger andauernde Addiction mit Papayango-Aufstrich, so einnehmend, dass ich sie in einem Post mit meinen Facebook-Freunden teilen musste. Ansonsten sind Alkohol und Serienstreamen mein Gift der Wahl. Und trotzdem hatte in letzter Zeit einige krasse Highs. In letzter Zeit hatte ich einige krasse Highs. Sie waren nicht auf Substanzen oder Konsum zurückzuführen, sondern auf ...
1gutesleben Konsumintervallfasten Ein Jahr fast nichts Neues Mal nichts Neues zu konsumieren war mein Plan für dieses Jahr – und falls doch, dann wenigstens nachhaltig in möglichst vieler Hinsicht. Ich will nicht gleich zu Anfang zu viel verraten, aber natürlich war das in meiner Lebenssituation utopisch. So anstrengend, wie mein Alltag gerade ist, brauche ich Belohnungen, um mich durch die Woche zu hangeln. In Intervallen wurde aber gefastet, und das Entsagen mit Erleuchtung belohnt. Oder sagen wir mit einem kurzen Moment der Erkenntnis. Mal nichts Neues zu konsumieren war mein Plan für dieses Jahr – und falls doch, dann wenigstens nachhaltig in möglichst ...
1gutesleben Sharing is Caring Neue Wege für einen alten Schwarzwaldbauernhof Als wir zum ersten Mal Urlaub auf dem Mooshof machen, finden wir im Hofladen nur noch Wurstprodukte und Eier. Das Milchvieh ist umgestellt auf Mutterkuhhaltung und obwohl es im Gebäude nach Käseproduktion riecht, steht diese still. Erika Günter und ihr Mann warten auf die nächste Generation, denn ihre Töchter wollen den Hofbetrieb nicht selbst weiterführen. Viele Schwarzwaldbauernhöfe werden nicht mehr traditionell bewirtschaftet – wie sieht also die Zukunft aus? Erika hat mit ihrer Familie einen Weg gefunden, den Hof als Gemeinschaft weiterzuführen: in einem Sharing-Modell. Erika Günter und ihr Mann warten auf die nächste Generation, denn ihre Töchter wollen den Mooshof nicht selbst ...
1gutesleben Keine Zeit, leider Wie wir eine gerechtere Verteilung von Ressourcen in Partnerschaft, Familie und Gesellschaft ermöglichen können Als Teenie verbrachte ich einen Großteil meiner Zeit ziellos zuhause. Ich gammelte vor Trash TV, schickte stundenlang SMS mit Freundinnen hin und her. Regelmäßig erschien meine Mutter im Türrahmen: „Willst du nicht dies oder das machen? Das Leben zieht an dir vorüber!“ Ich winkte ab, weil Zeit für mich ewig und unendlich war. Mit dem Eintritt ins Berufsleben änderte sich das. Und seit ich selbst ein Kind habe, rinnt mir die Zeit durch die Hände wie nichts. Was tun, um das Leben zu entschleunigen? Wir brauchen eine neue Zeitpolitik. Denn Zeit ist mindestens genauso wertvoll wie Geld, Zeit ist Macht und Freiheit. Als Teenie war Zeit für mich ewig und unendlich. Mit dem Eintritt ins Berufsleben änderte sich das. Und seit ich selbst ...