Warum Windelfrei und Elimination Communication?

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Untenrum frei macht obenrum frei

Darum machen wir Windelfrei


windelfrei nachhaltigmitkind

„Also das ist eklig!“, sagte meine Oma. „Hmmm, bei uns in der Wohnung darf der dann aber bitte Windeln tragen“, sagte meine Freundin. „Da gibt’s ein Leck“, sagte ein anderer Freund und zeigte mit einem leichten Kopfschütteln auf den nassen Fleck auf der Hose meines Babys. Die meisten sagten nichts, dachten sich aber bestimmt ziemlich viel, wenn sie von unserem Windelfrei-Vorhaben erfuhren. Trotzdem sind wir immer noch überzeugt vom Konzept Elimination Communication. Warum?

Ich kann es nachvollziehen: Keiner möchte unbedingt mit fremden Ausscheidungen in regelmäßigem und nahem Kontakt sein. Man gewöhnt sich aber ziemlich schnell dran und kommt so oder so mit Baby nicht drumrum. Warum dann nicht gleich Windelfrei?

Was ist überhaupt Windelfrei?

Kurz habe ich mir hier einen abgebrochen und mich dann erinnert: dies ist keine Wikipedia-Seite, sondern mein persönlicher Blog. Caroline Helbing erklärt in ihrem Podcast kompakt, aber umfassend „Was ist eigentlich Windelfrei?“ (Achtung laaaanges Intro, ab 2:30 geht die Folge richtig los)

Zur Podcastfolge

Ausscheidungskommunikation statt Windelfrei

So wie wir es nun praktizieren, passt der englische Begriff Elimination Communication viel besser als „Windelfrei“. Wir verwenden Windeln, aber wir halten unseren Sohn auch ab – wie man ein größeres Kind im Wald mal abhalten würde, wenn es muss und keine Toilette zur Verfügung steht. Seit seiner Geburt haben wir auf verschiedene Weise und mit unterschiedlichem Erfolg die Kommunikation zu seinem Ausscheidungsbedürfnis aufrechterhalten.

Also, warum Windelfrei?

Es gibt viele Gründe, es zumindest mal auszuprobieren: Geld sparen, Müll vermeiden, Wickelkinder, für die es schon keine Windelgröße mehr gibt, … Für mich waren zwei Faktoren ausschlaggebend.

Ich entschied also für uns und unser ungeborenes Kind, dass wir windelfrei werden würden. Im Nachhinein kann ich viele weitere Vorteile nennen, zum Beispiel hatte mein Baby weder Koliken noch Windeldermatitis. Meinem Sohn von Geburt an zu zeigen, dass ich seine dringlichsten Bedürfnisse bedienen will und immer wieder darauf einzugehen, was er mir vermitteln will, hat unsere Bindung gestärkt und ihn zu einem selbstbewussten Dude gemacht. Natürlich habe ich keinen Vergleich zu Vollzeit-Wickelkindern, ich habe ja nie eines aufgezogen. Subjektivität dem eigenen Nachwuchs gegenüber mal abgezogen, muss ich trotzdem sagen: Es schadet nichts und hat viele Vorteile. Es ist nicht ekliger. Es öffnet das Bewusstsein dafür, was Babys eigentlich wirklich brauchen und was nicht. Es macht untenrum und obenrum frei!

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